NEWS 2010/2011



London

STARKE KÜRZUNGEN FÜR DEN TANZ IN ENGLAND

Auch für große klassische Kompanien


In England wurden diese Woche die neuen Subventionen des Arts Council bekannt gegeben. Diese Organisation verteilt den größten Teil der Subventionen für alle englischen Kunstsparten. Sie muss für die nächsten vier Jahre mit einem um fast 30 % verringerten Budget auskommen, das durch interne Umorganisation auf ca. 15 % herabgemindert wurde, die der Arts Council unverändert an die großen Theater in London weitergibt - darunter das National Theatre, die Royal Shakespeare Company und das Royal Opera House mit dem Royal Ballet. Auch das Birmingham Royal Ballet, das English National Ballet und das Northern Ballet bekommen in den nächsten Jahren 15 % weniger Subventionen. Die Rambert Dance Company behält ihr Budget ungekürzt, genau wie das Sadler’s Wells Theatre, das wichtigste Haus für Tanzgastspiele in London. Harte Kürzungen müssen in London das Tanzfestival Dance Umbrella und das Tanz- und Performance-Center The Place hinnehmen. Dagegen wurden die Subventionen für die Regionen zum Teil stark erhöht, so erhalten die regionalen Dance Agencies wie Dance East oder South East Dance mehr Geld. Erhöht wurden die Subventionen einzelner Kompanien: die Balletboyz (George Piper Dances) bekommen 15 % mehr Geld, Hofesh Shechters Kompanie sogar 73 % mehr, erhöht wurden auch die Zuschüsse für die Kompanien von Wayne McGregor und Jasmin Vardimon. Akram Khan und Michael Clark bekommen unveränderte Zuschüsse, gekürzt wird bei den Kompanien von Siobhan Davies, Shobana Jeyasingh sowie bei DV8. Zwei Kompanien verlieren völlig ihre Subventionen, nämlich die Henri Oguike Dance Company und die Cholmondeleys and Featherstonehaughs. Kritiker befürchten, dass die großen Ballettkompanien nun noch mehr populäre Werke wie „Nussknacker“ und „Schwanensee“ zeigen müssen (auch die neue „Alice“ von Christopher Wheeldon wird dieser familientauglichen Richtung zugerechnet). Außerdem wird mit einem Ansteig der Kartenpreise gerechnet.

Veröffentlicht am 03.04.2011, von Angela Reinhardt in News 2010/2011

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Kommentare zu "Starke Kürzungen für den Tanz in England"



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