NEWS 2010/2011



Bleiburg

CHOREOGRAFISCHES ZENTRUM JOHANN KRESNIK GEGRÜNDET

Das erste choreografische Zentrum Österreichs


Eine Arbeitsgemeinschaft mit Vertretern aus Kunst, Wissenschaft, Politik und Medien hat im österreichischen Bleiburg/Pliberk (an der Grenze zu Slowenien) ein europäisches Zentrum für zeitgenössischen Tanz und Choreografie, das „Choreografische Zentrum Johann Kresnik“ gegründet. Die Ausarbeitung entsprechender Strukturen für dieses erste choreografische Zentrum Österreichs soll bis April 2011 abgeschlossen sein. Dabei sollen die Synergien aus geografischer Lage am Schnittpunkt der Kulturen im Alpen-Adria-Raum, der bereits vorhandenen räumlichen und geistigen Infrastruktur sowie der internationalen Beachtung von Bleiburg durch die Europaausstellung 2009 mit der Kresnik-Uraufführung des Sprechtheaterstückes „Jura Soyfer – Auf uns kommt es an / ta roka bo kovala svet“, den Kresnik-Ausstellungen und dem Kresnik-Symposium, aus dem eigens ein theaterwissenschaftlicher Dokumentationsband „Ballett kann kämpfen / balet se zna boriti“ (Lit-Verlag) hervorging, genutzt werden. Das Ziel ist, Bleiburg zu einer unverwechselbaren internationalen Adresse für zeitgenössischen Tanz und zugleich zu einem Ort der Bewahrung von Johann Kresniks Choreografischem Theater zu machen. Geplant ist auch eine enge Kooperation mit Slowenien und Friaul sowie mit Choreografiezentren und Forschungseinrichtungen in ganz Europa. Entsprechende Förderansuchen zur Projektentwicklung wurden bereits beim Bundesland Kärnten und beim österreichischen Staat eingereicht. Sobald die Finanzierung gesichert ist, soll das Projekt im Rahmen einer Pressekonferenz mit Johann Kresnik und weiteren ARGE-Mitgliedern in Bleiburg vorgestellt werden. Das „Choreografische Zentrum Johann Kresnik“ versteht sich als europäisches Zentrum für zeitgenössischen Tanz und Choreografie mit starkem Bezug zum Standort Bleiburg / Pliberk am Schnittpunkt europäischer Kulturen, historischen und aktuellen kultur-politischen Entwicklungen im Alpen-Adria-Raum im Sinne des ersten Johann-Kresnik-Symposiums ( 2009) „Ballett kann kämpfen“ und als feste Einrichtung zur Bewahrung der von Johann Kresnik geschaffenen Kunstform „Choreografisches Theater“. Es sieht seine Hauptaufgaben nach Maßgabe der budgetären Mittel in der Vergabe von Aufträgen zur Schaffung und Aufführung von kritischen Tanzwerken in direktem Zusammenhang mit den sozialen und kulturellen Umwälzungen, insbesondere im Alpen-Adria-Raum des 19., 20. und 21. Jahrhunderts, in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit vergleichbaren Institutionen in Europa, in der Motivierung und Förderung der regionalen und überregionalen Tanzszene, in der Forschungsarbeit, der Abhaltung von Symposien und choreografischer Wettbewerbe und in der Erarbeitung eines pädagogischen Programms. Mitglieder / Proponenten der Arbeitsgemeinschaft: Johann Kresnik – Regisseur und Choreograf (Bonn / Bleiburg) Stefan Visotschnig – Bürgermeister der Stadt Bleiburg / Pliberk (Kärnten) Genia Enzelberger – Institut für Theater, Film und Medien Universität Wien Klaus Amann – Literaturwissenschaftler, Alpen-Adria Universität Klagenfurt Maja Haderlap – Schriftstellerin und Theaterwissenschaftlerin (Kärnten) Andrea Amort - Publizistin, Tanzkritikerin und Theaterwissenschaftlerin (Wien) Ulli Sturm – Kunsthistorikerin (Kärnten) Andrea K. Schlehwein – Choreografin (Kärnten) Anna Hein – Choreografin, Tänzerin (Kärnten / Wien) Josef Winkler - Schriftsteller (Kärnten) Karheinz Miklin – Musiker und Komponist (Kärnten / Steiermark) Jurij Mandl – Kulturreferent der Stadt Bleiburg (Kärnten) Arthur Ottowitz – Kulturinitiative Bleiburg und Leiter der Europaausstellung 2009 Harald Scheicher – Kurator Werner Berg Museum in Bleiburg / Pliberk (Kärnten) Michael Jernej – Gemeindevorstand in Bleiburg / Pliberk (Kärnten) Michael Stöckl – Kulturarbeiter ( Steiermark / Kärnten) Elisabeth Faller – Kulturarbeiterin, Wirtschaftsparlament (Kärnten) Zdravko Haderlap – Kulturarbeiter und Choreograf (Kärnten) Andrea Hein – Journalistin (Kärnten) Ingrid Türk Chlapek – Journalistin (Kärnten)

Veröffentlicht am 23.09.2010, von Pressetext in News 2010/2011

Dieser Artikel wurde 2909 mal angesehen.



Kommentare zu "Choreografisches Zentrum Johann Kresnik gegründet"



    Bitte melden Sie sich an, um diesen Beitrag kommentieren zu können: Login | Registrierung



     

    AKTUELLE NEWS


    KULTURAUSTAUSCH ZUR FLUCHT MISSBRAUCHT

    Probleme beim internationalen Tanzaustausch
    Veröffentlicht am 21.02.2020, von tanznetz.de Redaktion


    PRIX DE LAUSANNE VERLIEHEN

    Acht Tänzer*innen wurden mit dem begehrten Preis ausgezeichnet
    Veröffentlicht am 10.02.2020, von tanznetz.de Redaktion


    LEITUNGSWECHSEL BEIM HESSISCHEN STAATSBALLETT

    Bruno Heynderickx wird neuer Ballettdirektor
    Veröffentlicht am 06.02.2020, von Pressetext



    AKTUELLE VORANKÜNDIGUNG



    REMAINS

    Andrew Schneider und Sasha Waltz & Guests feiern mit "remains" am 12. März 2020 im Radialsystem Berlin Premiere.

    Körper in Raum und Zeit. Wir sind anwesend. Wir sind in diesem Raum anwesend, aber auch gemeinsam in dieser Zeit. Welche Spuren werden wir hinterlassen?

    Veröffentlicht am 11.02.2020, von Anzeige

    LETZTE KOMMENTARE


    VORWÜRFE GEGEN TANZAUSBILDUNG

    Verdacht auf Missstände an der Staatlichen Ballettschule Berlin
    Veröffentlicht am 25.01.2020, von tanznetz.de Redaktion


    KONSEQUENZEN IN BERLIN

    Gregor Seyffert und Ralf Stabel freigestellt
    Veröffentlicht am 18.02.2020, von tanznetz.de Redaktion


    VORZEITIGES ENDE AM STAATSBALLETT BERLIN

    Johannes Öhman und Sasha Waltz beenden ihre Intendanz zum Ende des Jahres
    Veröffentlicht am 22.01.2020, von Pressetext

    MEISTGELESEN (30 TAGE)


    VORWÜRFE GEGEN TANZAUSBILDUNG

    Verdacht auf Missstände an der Staatlichen Ballettschule Berlin

    Veröffentlicht am 25.01.2020, von tanznetz.de Redaktion


    BETTINA MASUCH BLEIBT AM TANZHAUS NRW

    Der Vertrag von Bettina Masuch wird um 18 Monate verlängert. Sie bleibt somit bis Ende der Spielzeit 2021/22 Intendantin des Tanzhaus NRW in Düsseldorf.

    Veröffentlicht am 06.02.2020, von tanznetz.de Redaktion


    DOCH KEINE RÜCKKEHR AUF DEN ALTEN POSTEN

    Tanztheater Pina Bausch in Wuppertal und Adolphe Binder haben sich geeinigt

    Veröffentlicht am 29.01.2020, von tanznetz.de Redaktion


    CLEARINGSTELLE FÜR BERLIN

    Neues zu den Vorwürfen an der Staatlichen Ballettschule Berlin

    Veröffentlicht am 30.01.2020, von tanznetz.de Redaktion


    KONSEQUENZEN IN BERLIN

    Gregor Seyffert und Ralf Stabel freigestellt

    Veröffentlicht am 18.02.2020, von tanznetz.de Redaktion



    BEI UNS IM SHOP