Chopin Dances (Jerome Robbins), Hamburg Ballett, 17.07.2017 

Ralf Reck, 18.09.2017 00:15:21

Ich ging etwas skeptisch in diesen Doppelabend, zumal mir die Aufführungen dieser beiden Stücke in den Jahren 2010 und 2011 nicht so besonders zugesagt hatten. Den ersten Teil (Dances at a Gathering) fand ich damals eher etwas langweilig, den zweiten, weit kürzeren (The Concert) zu gewollt lustig. Sei es, dass ich mittlerweile mehr gesehen habe und deswegen auch manches besser verstehe als früher, sei es, dass den Protagonisten vor allem im zweiten Teil das Komödiantische mehr lag, oder, was auch möglich ist, dass nach so langer sommerpausenbedingter Tanzabstinenz die Erwartungen noch nicht so hochgeschraubt waren. In dem ersten Stück treten 5 verschieden gekleidete Paare zu Walzern und Mazurkas solistisch, zu zweit oder auch in Dreier- oder Mehrfachbeziehungen auf. Das ist nicht tiefschürfend, aber leicht und luftig und schön anzuschauen. Unter den fabelhaften Tänzerinnen (Agüero, Arii, Sugai, Coll, Giani) und Tänzern (Riabko, Azatyan, Evans, Martinez, Bellussi) stachen für mich besonders Mayo Arii (Frau in Mauve) mit ihrer Präzision und Aleix Martinez (Mann in Terracotta) mit seiner ansteckenden Fröhlichkeit heraus. Der zweite Teil handelt u. a. von den Zuschauern eines Konzerts (Agüero, Friza, Mazon, Jörgens, Rios; Urban, Tselikov, Franconi, Fuhrmann, Huguet) mit ihren Schrullen und Kaprizen, darin eingebettet auch Ehe- und Liebesdifferenzen. Carolina Agüero zeigte als verliebte Tänzerin ihre Wandlungsfähigkeit und erinnerte von Mimik und Ausdruck her an manche Rollen der Filmschauspielerin Meryl Streep. Es wurde viel gelacht, das Publikum war begeistert, auch von Michal Bialk, dem Pianisten des Abends.


 

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