VORANKÜNDIGUNGEN



Gießen

AUFTAUCHER

Der Tanzabend von Henrietta Horn feiert am 30.11.2017 in der Neueinstudierung mit der Tanzcompagnie Gießen in der taT-Studiobühne des Stadttheaters Gießen Premiere.



Ein leerer Bühnenraum, zehn Tänzerinnen und Tänzer, acht Stühle und zwanzig Rasseln – mehr braucht es in AUFTAUCHER nicht, um die Vorstellungskraft der Zuschauerinnen und Zuschauer herauszufordern.


  • "Auftaucher" Probenfoto Foto © Rolf K. Wegts
  • "Auftaucher" Probenfoto Foto © Rolf K. Wegst
  • "Auftaucher" Probenfoto Foto © Rolf K. Wegst
  • "Auftaucher" Probenfoto Foto © Rolf K. Wegst
  • "Auftaucher" Probenfoto Foto © Rolf K. Wegst

Ein leerer Bühnenraum, zehn Tänzerinnen und Tänzer, acht Stühle und zwanzig Rasseln – mehr braucht es in AUFTAUCHER nicht, um die Vorstellungskraft der Zuschauerinnen und Zuschauer herauszufordern. Innerhalb weniger Minuten entsteht im Zusammenspiel von Bewegung, Licht und Rhythmus ein atmosphärischer Sog, der alle in seinen Bann zieht. Es ist ein Feuerwerk an Bewegungen und Ausdrucksstärke. Choreografin Henrietta Horn setzt emotionale Vorgänge in physische Bilder um. Spielarten des menschlichen Miteinanders finden sich so auf der Bühne wieder: das Umwerben der Geschlechter, Konkurrenz, Ablehnung, Eifersucht, aber auch Humor, Scham, Sinnlichkeit und Lebenslust. In seiner jetzigen Form wurde das Stück 2001 vom Folkwang Tanzstudio in Jakarta uraufgeführt und international gezeigt. Nach Neueinstudierungen in Essen (2013) und Braunschweig (2016) jetzt mit der Tanzcompagnie Gießen: fast schon ein ›Klassiker des Zeitgenössischen Tanzes‹.

Henrietta Horn übernahm 1999 gemeinsam mit Pina Bausch die künstlerische Leitung des Folkwang Tanzstudios. Hier entwickelte sie gemeinsam mit und für das Ensemble Choreographien, die national und international aufgeführt wurden. Neben ihrer Arbeit als Leiterin des Tanzstudios kreiert sie außerdem eigene Solostücke. Gastspielreisen führen sie u.a. nach Indonesien, Kamerun, Japan, Bolivien, in den Libanon und nach Syrien.

2008 beendete sie ihre Arbeit als künstlerische Leiterin des Folkwang Tanzstudios und ist seitdem als freischaffende Choreographin, Tänzerin und Pädagogin weltweit tätig – unter anderem für die Rambert Dance Company in London, das Tanztheater Bremen und das Tanztheater Braunschweig. Im August 2008 erhielt sie den Künstlerinnenpreis im Bereich Choreographie / Zeitgenössischer Tanz des Landes NRW.

2013 wurde sie mit der Rekonstruktion von Mary Wigmans LE SACRE DU PRINTEMPS beauftragt, die anschließend an den Theatern Osnabrück und Bielefeld und 2014 – 2016 mit dem Bayerischen Staatsballett in München zur Aufführung kam. 2017 folgten weitere Wigman-Rekonstruktionen für das Theater Osnabrück (die TOTENTÄNZE aus den Jahren 1917/21 und 1926). Seit 2009 lehrt sie an der Folkwang Universität der Künste, 2015 wurde sie außerdem als Gastprofessorin an die National Taiwan University of Arts in Taipeh berufen.

Dynamik und Rhythmus als prägende Komponenten einer Bewegung, sind zwei wesentliche Elemente von Henrietta Horns Bewegungserforschung und können als ein markantes Merkmal ihrer Choreographien bezeichnet werden. Sie sind durch formale Strenge, klare Strukturen und den virtuosen Umgang mit dem Raum gekennzeichnet. Die Bewegungen, die dem Alltag entnommen scheinen, sind gefiltert und auf das Wesentliche reduziert. So reflektiert, setzen sie innere Motivationen in Körperbilder und Bewegungstöne um und erwecken eine Vielzahl an emotionalen Assoziationen.

AUFTAUCHER

Tanzabend von Henrietta Horn
Mit Musik von Bernard Poirier, Adrian Sical und Lalo Schifrin

Choreografie: Henrietta Horn
Bühne und Kostüme: Katharina Andes
Lichtdesign: Reinhard Hubert

Tanzcompagnie Gießen
Tanzdirektor Tarek Assam

Kostprobe: Donnerstag, 23. November, 20:00 Uhr
Premiere: Donnerstag, 30. November 2017, 20:00 Uhr
weitere Vorstellungen: 26. Dezember 2017, 1. und 18. Januar 2018, jeweils 20:00 Uhr
taT-Studiobühne des Stadttheaters Gießen

Veröffentlicht am 21.11.2017, von Anzeige in Vorankündigungen

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