HOMEPAGE



Düsseldorf

"EINE GROßE EHRE"

Tarek Assam zum Sprecher der Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheaterdirektoren Konferenz gewählt



In der Position des Sprechers waren bislang Vertreter der großen Ballettensembles. Dass die Ensembleleiter sich für Assam aussprachen, birgt ein Novum, denn der Gießener leitet ein zeitgenössisches Ensemble in einer mittelgroßen Stadt.


  • Tarek Assam Foto © Rolf K. Wegst

„Das ist eine große Ehre und enormer Vertrauensbeweis“, sagt Gießens Ballettdirektor Tarek Assam zu der Tatsache, dass er am vorletzten Aprilwochenende zum Sprecher der Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheaterdirektoren Konferenz (BBTK) gewählt wurde. Er hat 1998 diese Gruppe mitgegründet, noch in seiner Zeit als Ballettdirektor in Halberstadt, und gehört seit zwei Jahren zum gewählten Präsidium. In der Position des Sprechers waren bislang Vertreter der Theaterhäuser mit großen Ballettensembles. Dass die Ensembleleiter sich für Assam aussprachen, birgt ein gewisses Novum, denn der Gießener leitet ein zeitgenössisches Ensemble in einer mittelgroßen Stadt.

Es war die 37. Konferenz der Ballettdirektoren, die zum ersten Mal in Düsseldorf stattfand. Mehrmals jährlich treffen sich die BBTK-Mitglieder, um sich auszutauschen und mögliche Kooperationen auszuloten. Anfangs ging es hauptsächlich um den Austausch untereinander, etwa in arbeitsrechtlichen Fragen, auch wurden Modelle der Gesundheitsfürsorge und Physiotherapie für die Tänzer und Tänzerinnen entwickelt. Fragestellungen rund um Lizenzen von Ballettmusiken werden hier erörtert. Mittlerweile haben die großen Häuser eigene Ballettmanager, die sich um solche Fragen kümmern, diese nehmen daher ebenfalls an den Treffen teil. Wichtig ist auch die Beratungsarbeit bei Urheberrechts- und Verwertungsfragen, die Hilfestellung bei drohender Spartenschließung, ebenso in Fragen der Alterssicherung und beruflichen Weiterbildung.

Längst ist die BBTK zum Ansprechpartner für andere Interessensverbände geworden. Seitdem die Bundesregierung ein verstärktes Augenmerk auf die Sparte Tanz legt und Förderprogramme ausschreibt, ist die BBTK auch hier gefragt. Beim neuesten Bundesförderprojekt „Tanzland“ ist Assam Jury-Mitglied. Dabei geht es um die Kooperation zwischen Theatern mit eigenen Tanzensembles und Theatern ohne feste Ensembles, um den facettenreichen deutschen Bühnentanz in bislang tanzferne Regionen zu bringen.

Kreativität und Netzwerkarbeit auch mit der freien Szene, das alles sind Gründe dafür, dass Tarek Assam zum Sprecher gewählt wurde. Das neue Präsidium aus der Riege der 43 Ballett- und Tanztheaterdirektoren gewählt, spiegelt das vielfältige Spektrum der deutschen Staats- und Stadttheaterkompanien wider. Mit dabei sind: Honne Dohrmann (Staatstheater Mainz), Alexandra Georgieva (Friedrichstadtpalast Berlin), Heather Jurgensen (Stadttheater Kiel), Ivan Liška (Juniorballett München), Jörg Mannes (Staatstheater Hannover), John Neumeier (Hamburg Ballett) und Dr. Christiane Theobald (Staatsballett Berlin).

Weitere Informationen unter www.bbtk.de

Veröffentlicht am 05.05.2017, von Dagmar Klein in Homepage, Leute, News 2016/2017

Dieser Artikel wurde 567 mal angesehen.



Kommentare zu ""Eine große Ehre""



    Bitte melden Sie sich an, um diesen Beitrag kommentieren zu können: Login | Registrierung



     

    LETZTE BEITRÄGE 'TANZ IM TEXT'


    WENN SIE MAL SCHAUEN MÖCHTEN …

    Die Palucca Hochschule für Tanz Dresden mit ihrer alljährlichen Leistungsschau im Festspielhaus Hellerau
    Veröffentlicht am 20.06.2017, von Rico Stehfest


    WENN DER TANZ DEN TOD BESIEGT

    David Dawsons „Giselle“ mit dem Semperoper Ballett in Dresden
    Veröffentlicht am 20.06.2017, von Boris Michael Gruhl


    ZUM TOD VON DIETER GACKSTETTER

    Pick bloggt über den Tänzer, der zum Ballettdirektoren und zum Intendanten wurde
    Veröffentlicht am 18.06.2017, von Günter Pick



    AKTUELLE VORANKÜNDIGUNG



    TANZ- UND PERFORMANCE-PROGRAMM IM RAHMEN DES BEETHOVENFESTS

    Vom 8. September bis 1. Oktober in Bonn

    In den letzten zwei Jahren öffnete sich das Beethovenfest zeitgenössischen »jungen« Kunst-Sparten. Auch das diesjährige Festival widmet sich den tänzerischen und performativen Formen der Gegenwart.

    Veröffentlicht am 01.04.2017, von Anzeige

    LETZTE KOMMENTARE


    ATEMBERAUBEND GRENZÜBERSCHREITEND: HOMÖOPATHIE UND TANZ

    „Sepia tanzt alleine“ von Andrea Simon, Andreas Etter, Ulrich Koch und Gesina Habermann verbindet Tanz und Medizin in beeindruckend schönen Bildern
    Veröffentlicht am 10.02.2017, von Sabine Kippenberg


    DIONYSOS UND APOLLON IM STREIT

    Demis Volpis „Tod in Venedig“ als Koproduktion von Ballett und Oper in Stuttgart
    Veröffentlicht am 09.05.2017, von Isabelle von Neumann-Cosel


    WIE TANZT MAN REFORMATION?

    Das Bundesjugendballett wagt mit "Gipfeltreffen - Reformation" einen Versuch
    Veröffentlicht am 15.01.2017, von Andreas Berger

    MEISTGELESEN (7 TAGE)


    WENN SIE MAL SCHAUEN MÖCHTEN …

    Die Palucca Hochschule für Tanz Dresden mit ihrer alljährlichen Leistungsschau im Festspielhaus Hellerau

    Veröffentlicht am 20.06.2017, von Rico Stehfest


    WENN DER TANZ DEN TOD BESIEGT

    David Dawsons „Giselle“ mit dem Semperoper Ballett in Dresden

    Veröffentlicht am 20.06.2017, von Boris Michael Gruhl


    ZUM TOD VON DIETER GACKSTETTER

    Pick bloggt über den Tänzer, der zum Ballettdirektoren und zum Intendanten wurde

    Veröffentlicht am 18.06.2017, von Günter Pick


    DANCING ON AIR

    “FIELD” by SKILLS (Camilla M. Fehér and Sylvi Kretzschmar) at Kampnagel

    Veröffentlicht am 17.06.2017, von Gastautor


    TRAUER UM ROSALIE

    Am 12.06.2017 starb die Bühnen- und Kostümbildnerin rosalie in Stuttgart

    Veröffentlicht am 14.06.2017, von tanznetz.de Redaktion



    BEI UNS IM SHOP